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Bindestrich für € 500 zu vergeben !!!
03.09.2012

Bindestrich für € 500 zu vergeben

 

Achtung bei Fahrten ins Ausland; der kleine Bindestrich auf dem Kennzeichen

kann teuer werden

 

Aktenzeichen -

Datum 13. August 2012

Sachbearbeiter Norbert Becker (-3234)

 

Unsere europäischen Nachbarn sind findig. Bußgelder in Italien und Österreich

für „falsche“ Zulassungsbescheinigungen.

 

Seit kurzem werden deutsche Kraftfahrer mit Euro-Kennzeichen im Ausland mit

Bußgeldern belegt, wenn in der Zulassungsbescheinigung der automatisiert eingedruckte

Bindestrich noch vorhanden ist, obwohl er auf den neuen Euro-Kennzeichen

fehlt. Bekannt sind Fälle aus Österreich und Italien, wo Bußgelder bis 500 € kassiert

wurden. Wer noch ein altes Kennzeichen hat, ist nicht betroffen. Seit dieses Verhalten

der ausländischen Behörden bekannt ist, werden bei der Zulassungsstelle neue

Zulassungspapiere generell ohne Bindestrich ausgestellt. Bei Umschreibungen erkundigt

sich die Zulassungsstelle, welche Art von Schildern angebracht ist, und stellt

die Papiere entsprechend aus. Die Rechtslage indes ist eindeutig:

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat bestätigt, "dass

das Kennzeichen in der Zulassungsbescheinigung mit oder ohne Trennungsstrich

geschrieben sein kann. Beide Schreibweisen sind gleichberechtigt gültig." Aber es

muss mit dem Kennzeichen zusammen passen. Also entweder beide weisen den

Bindestrich aus (alte Art) oder beide weisen keinen Bindestrich auf (neue Art). Auf

einen Zulassungsfehler kann man sich in der Regel nicht berufen. Das Bußgeld

bleibt am Fahrer bzw. Halter des Fahrzeugs hängen.

Wer sich umfangreicher informieren möchte, wird im Internet fündig. Die Foren sind

Regierungspräsidium Freiburg

 

Landespolizeidirektion

Bindestrich für € 500 zu vergeben

 

dort voll von Betroffenenberichten und länderspezifischen Unterschieden. So soll in

Belgien der selbe Verstoß wenigstens „nur“ € 200 kosten, während Österreich und

Italien mit € 500 da sehr kräftig zulangen.

Unser Rat: Wer ein Euro-Kennzeichen hat (neue Art ohne Bindestrich) und ins Ausland

reisen will, sollte seine Zulassungspapiere überprüfen. Wenn in den Papieren

der Bindestrich noch enthalten ist, empfiehlt sich der Weg zur Zulassungsstelle. Dort

wird die Änderung in der Regel zum Materialpreis (1 €) durchgeführt.

Und noch ein Tipp: Es wird schwerlich nachweisbar sein, dass der Zulassungsbeamte

einen Zulassungsfehler begangen haben soll; das Abwälzen der Strafe aus

dem Ausland auf die Behörde wird in aller Regel nicht funktionieren. Das macht die

Sache im Einzelfall extrem ärgerlich und treibt den Blutdruck hoch – aber vorsorgen

muss wohl jeder Auslandsreisende selbst.

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